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Alljährlich zieht es viele Friesensportler nach Holland ins beschauliche kleine Örtchen Tilligte, unweit der Grenze zu Nordhorn. Schon seit 30 Jahren findet dort ein Boßelturnier statt.
Mit der Besonderheit, dass dort mit der Hollandkugel auf der Straße geworfen wird. Keine Hollandkugel im herkömmlichen Sinne, sondern straßentaugliche Kugeln aus Hartplastik / Kunststoff.
Sehr früh muss man sich sputen, da schon ab 9:00 Uhr gestartet wird, so dass es frühmorgens um 6:00 Uhr auf die Reise geht.
Ein großes offenes Zelt erwartet die Sportler bei der Ankunft, das sich anbietet, erstmal ein ordentliches Frühstück einzunehmen bevor es auf den Rundkurs geht.
Die Straße kann man teilweise mehr mit einem besseren Fahrradweg vergleichen, der jedoch an einigen Stellen auch noch etwas breiter wird. Die Straße ist überwiegend rund und zudem mit groben Rollsplit garniert, der die Kugeln in ungeahnte Richtungen laufen lässt. Die Strecke wird von zwei Pausenständen unterbrochen, wo man sich stärken kann, Zwischenergebnisse vorliegen und neue Kugeln gekauft werden können. Anders als bei uns, darf dort mit mehreren Kugeln geworfen werden. Diese können beliebig getauscht werden. Die Mannschaften bestehen aus 3 bis 5 Werfern. Insgesamt werden ca. 80-90 Würfe benötigt um die Strecke zu absolvieren.
Vor zwei Jahren war erstmals ein Team aus Reepsholt am Start und konnte überraschenderweise den 3. Platz erreichen. (Harald Meenen, Wilfried Müller, Sebastian Gerdes, Marco Bohlen, Jörg Doden)
In 2009 ging erstmalig auch eine Frauenmannschaft des KBV “Ostfreesland” Reepsholt mit auf die Reise. Man war sehr skeptisch und Unbehagen machte sich breit. Weil so etwas noch nie bewältigt wurde, zudem mit der ungewohnten Hollandkugel. Man war für die Cup-Klasse gemeldet, wollte aber lieber eine Klasse tiefer werfen, da für die Cup-Klasse keine Chance gesehen wurde. Im Starterbüro ließ man sich aber nicht erweichen und wurde gedrängt auch in der gemeldeten Klasse zu starten.
Mit einem Grinsen zeigten die Mädels, bei der Siegerehrung, dass es gut gelaufen war. Alle warteten gespannt, dass der Name Reepsholt ausgerufen. Es kam jedoch solange keine Wortmeldung, bis der Sieger verkündet wurde. Unsere Frauen hatten es gemacht! Herzlichen Glückwunsch. ( Maren Raddatz, Christina Harberts, Meike Müller, Nicole Klapper) Der große Wanderpokal datiert bereits aus den achtziger Jahren und zum ersten mal konnte eine Mannschaft des FKV diese Trophäe in Empfang nehmen. Dass zeigt auch auf welch hohem sportlichen Nivea diese große Veranstaltung steht.
Bericht von Harald Meenen
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